Wie wachsen Berge?
Auf einem Bild von Bergen kannst du die hohen Gipfel mit dem Finger nachfahren. Sie sehen riesig aus und bewegen sich kein bisschen. Wie wachsen Berge eigentlich?
Die steinige Hülle der Erde besteht aus riesigen Stücken, die Platten heißen. Sie sind wie die Stücke einer gewaltigen Eierschale mit Sprüngen. Diese Platten liegen dicht nebeneinander und tragen das Land und den Meeresboden.
Tief im Inneren der Erde sorgt Hitze dafür, dass Gestein sich langsam bewegt, obwohl das meiste davon fest bleibt. Diese langsame Bewegung hilft mit, auch die Platten darüber zu bewegen.
Manche Platten wandern aufeinander zu, bis das Land an ihren Rändern aufeinandertrifft. Keins der beiden Landstücke kann einfach weiter nach vorn rutschen. Deshalb quetschen die Platten das Gestein zwischen sich zusammen.
Stell dir vor, du schiebst die beiden Enden eines Teppichs zur Mitte hin. Was meinst du, passiert mit der Mitte, wenn die Enden immer weiter schieben?
Der Teppich wirft Falten nach oben, und zusammengequetschtes Land kann sich genauso nach oben wölben. Unter dem gewaltigen Druck biegt sich das Gestein und bricht. Es türmt sich zu einem dickeren Stapel auf, der zu Bergen emporwächst.
Solange die Platten weiter drücken, können die Berge weiter wachsen. Das dauert Millionen von Jahren, viel länger als ein Menschenleben. Darum kannst du nicht zuschauen, wie ein Gipfel größer wird.
Auch Vulkane können Berge wachsen lassen. Tief unter einem Vulkan drückt geschmolzenes Gestein durch Risse nach oben. Wenn es auf den Boden herausfließt, nennen wir es Lava.
Draußen verliert die Lava ihre Hitze, kühlt ab und wird zu hartem Stein. Sie hinterlässt eine neue Steinschicht auf dem Boden, wie eine zusätzliche Decke auf einem Bett.
Wenn der Vulkan wieder Lava ausspuckt, können sich neue Schichten obendrauf legen. Schicht um Schicht kann so ein Berg entstehen, der immer höher und breiter wird.
Platten, Lava. Berge wachsen, wenn wandernde Platten das Land nach oben zusammenschieben oder wenn ein Vulkan neue Schichten aus Gestein obendrauf legt.
Während du es dir jetzt zum Ausruhen gemütlich machst, haben die Berge der Erde alle Zeit der Welt, um zu wachsen.









