Warum fließt Wasser bergab?
Stell dir vor, du kippst einen Eimer Wasser oben auf einen Sandhügel. Platsch! Das kühle Wasser läuft an der Seite hinunter, bis ganz nach unten. Es klettert nie wieder nach oben.
Regen macht es auf der Straße genauso. Er rinnt bis zum Gully am unteren Ende der Straße. Warum fließt Wasser also immer bergab?
Die Antwort fängt bei der Erde selbst an. Unsere ganze Erde zieht an allem, die ganze Zeit. Sie zieht dich, deine Spielsachen und jeden Wassertropfen nach unten zum Boden. Darum fällt ein Ball auf den Boden, wenn du ihn loslässt.
Wasser ist flüssig. Es hat keine eigene Form und kann nicht als Haufen liegen bleiben, so wie Sand. Jeder Tropfen bewegt sich dorthin, wohin die Erde ihn ziehen kann.
Denk jetzt noch einmal an den Sandhügel. Seine Seite ist ein Hang, also Boden, der schräg von einer hohen Stelle zu einer tiefen Stelle führt. Ein Hang gibt dem Wasser einen Weg nach unten.
Am Hang zieht die Erde das Wasser hinunter. Jeder Tropfen rutscht zur tieferen Seite. Gegen dieses Ziehen kann Wasser nicht wieder hinaufklettern. Was meinst du, wo bleibt das Wasser am Ende stehen?
Es bleibt an der tiefsten Stelle, die es erreichen kann. Dort geht der Boden nicht mehr weiter nach unten, also kann die Erde es nicht weiterziehen. Das Wasser ruht und wird zu einer flachen, stillen Pfütze.
Die Erde zieht das Wasser nach unten, darum rutscht es jeden Hang hinab bis zur tiefsten Stelle. Gegen dieses Ziehen kann Wasser keinen Hang hinaufklettern.
Unten am Sandhügel ruht das Wasser in seiner flachen, stillen Pfütze. Darüber glänzt der Hang nass, wo die Tropfen hinuntergerutscht sind.









