A child's fingertip with a thin wooden splinter under the skin, resting on a rough bench.A child's fingertip with a thin wooden splinter under the skin, resting on a rough bench.
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Die Beschützer des Körpers · Folge 2 von 3

Was passiert in meiner Haut, wenn ich mir einen Splitter einziehe?

Entdecke, was dein Körper macht, wenn ein Splitter unter deine Haut rutscht: vom ersten Autsch bis zu den weißen Blutkörperchen, die herbeieilen und Keime bekämpfen.

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Text zur Folge

Was passiert in meiner Haut, wenn ich mir einen Splitter einziehe?

Stell dir vor, du streichst mit der Hand über eine raue Holzbank. Plötzlich piekst es, und ein dünnes Stückchen Holz rutscht in deinen Finger. Jetzt siehst du einen feinen dunklen Strich direkt unter deiner Haut.

Autsch, ein Splitter! Was passiert eigentlich in deiner Haut, wenn ein Splitter darin stecken bleibt? Komm, wir schauen mal unter die Oberfläche.

Deine Haut hat oben eine feste äußere Schicht, wie einen Mantel, der Schmutz und Keime draußen hält. Die scharfe Spitze des Splitters bohrt sich glatt durch diesen Mantel. Sie rutscht in die weichere Haut darunter und bleibt dort stecken.

Diese weiche Haut ist voller Nerven. Deine Nerven spüren den Piks und schicken blitzschnell eine Nachricht an dein Gehirn. Dein Gehirn versteht diese Nachricht als Autsch, und deshalb tut ein Splitter weh.

Der Splitter bringt außerdem Keime vom Holz mit in die weiche Haut. Diese Keime sind jetzt drinnen, hinter dem festen Mantel deiner Haut. Sofort macht sich dein Körper an die Arbeit, damit sie sich nicht ausbreiten.

Gleich fließt mehr Blut in die Haut rund um den Splitter. Durch das viele Blut wird die Stelle rosa, fühlt sich warm an und schwillt ein bisschen an. Was glaubst du, was das zusätzliche Blut zum Splitter bringt?

Es bringt weiße Blutkörperchen mit. Das sind winzige Helfer in deinem Blut, die Keime jagen. Sie zwängen sich aus dem Blut heraus und kriechen zum Splitter, und Tausende von ihnen sammeln sich um ihn herum, wie Wächter vor einem Burgtor.

Die weißen Blutkörperchen verschlucken die Keime ganz, einen nach dem anderen. So können sich die Keime nicht tiefer in deinem Finger ausbreiten. Solange dieser Kampf dauert, bleibt die Stelle rot und empfindlich.

Wenn ein Splitter durch den festen Mantel deiner Haut piekst, bringt er Keime hinein, und dein Körper schickt extra Blut voller weißer Blutkörperchen, die sie verschlucken. Von dem vielen zusätzlichen Blut wird die Stelle rot, warm und geschwollen.

Tief unter dem feinen dunklen Strich bleiben die weißen Blutkörperchen dicht um den Splitter. Wie Wächter vor einem Burgtor verschlucken sie Keim um Keim und beschützen deinen Finger.

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Die Beschützer des Körpers
Teil von „Die Beschützer des Körpers“

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