Was misst eine Wetterstation?
Stell dir vor, du gehst an einem windigen Tag nach draußen. Du spürst kühle Luft auf deinen Wangen und hörst, wie die Blätter über dir rascheln. Deine Haut und deine Ohren erzählen dir vom Wetter.
In Parks, auf Schulhöfen und an Flughäfen steht Tag und Nacht eine Wetterstation draußen, mit ihren Geräten an einem hohen Mast. Auch sie spürt das Wetter, nur viel genauer als deine Haut. Was misst eine Wetterstation also?
Zuerst misst die Station mit einem Thermometer, wie warm oder kalt die Luft ist. Das Thermometer sitzt in einem weißen Kasten mit schmalen Holzleisten an den Seiten, wie ein winziges Häuschen mit Fensterläden. Der Schatten hält die Sonne ab, und durch die Spalten strömt Luft hinein. So misst das Thermometer wirklich die Luft.
Danach misst die Station mit einem Windmesser, wie schnell der Wind weht. Ein Windmesser hat kleine Schalen, die sich im Wind drehen. Je stärker der Wind drückt, desto schneller wirbeln die Schalen herum, und die Station zählt die Drehungen. Aber die Schalen können nicht zeigen, woher der Wind kommt. Was könnte die Station dafür benutzen?
Die Station benutzt eine Windfahne, das ist ein Zeiger, der sich dem Wind entgegendreht. Ihr Pfeil schwingt herum, bis er dorthin zeigt, woher der Wind kommt. Zeigt die Windfahne zum Meer, dann weht der Wind vom Meer herüber. Zusammen zeigen der Windmesser und die Windfahne, wie schnell der Wind ist und woher er kommt.
Außerdem fängt die Station den Regen in einem Regenmesser auf, das ist ein hohes Rohr, das die fallenden Tropfen sammelt. Striche an seiner Seite zeigen, wie hoch das Wasser darin steht. Steht nach einer regnerischen Nacht viel Wasser im Regenmesser, dann weißt du, dass es viel geregnet hat.
Diese Geräte machen nie eine Pause. Tag und Nacht messen das Thermometer, der Windmesser, die Windfahne und der Regenmesser immer weiter. Die Station schickt alle ihre Zahlen an Computer, die weit weg stehen.
Die Wetterfachleute, also die Menschen, die uns sagen, welches Wetter kommt, lesen die Zahlen von vielen Stationen gleichzeitig. Drehen sich in einer Stadt die Windmesser schnell und füllen sich die Regenmesser, dann warnen sie die Städte in der Nähe vor einem Sturm. So weißt du, wann du Jacke und Regenschirm mitnehmen solltest.
Windmesser, Windfahne und Regenmesser. Eine Wetterstation misst mit ihren Geräten, wie warm die Luft ist, wie schnell der Wind weht und woher er kommt und wie viel Regen fällt, damit die Wetterfachleute allen vom Wetter erzählen können.
Wenn dir das nächste Mal der Wind über die Wangen streicht, kannst du dir die wirbelnden Schalen und den Pfeil vorstellen, der sich nach ihm dreht, du kleiner, müder Wetterbeobachter.

Filu







