A green leaf floating on a rain puddle.A green leaf floating on a rain puddle.
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Pflanzen auf Reisen · Folge 3 von 4

Wie kann Wasser einen Samen tragen?

Begleite einen großen Kokosnuss-Samen, der auf dem Meer schwimmt und bis zu einem fernen Strand segelt. Finde heraus, wie seine Faserhülle ihn oben hält und wie eine Strömung ihn mitnimmt.

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Text zur Folge

Wie kann Wasser einen Samen tragen?

Hast du schon mal ein Blatt in eine Pfütze fallen lassen? Denk an das kühle Wasser an deinen Fingern. Dann schaukelt das kleine Blatt und segelt davon.

Ein Samen hat keine Beine zum Laufen. Er hat keine Arme zum Paddeln. Wie kann Wasser also einen Samen tragen? Komm, wir begleiten einen großen Samen und finden es heraus.

Am Meer steht eine hohe Palme. Wenn eine Kokosnuss reif ist, lässt die Palme sie los. Plumps! Sie landet im Sand, und eine Welle zieht sie ins Meer.

Eine Kokosnuss ist ein großer Samen in einer Faserhülle. Das ist ein dicker Mantel aus lauter zähen Fasern. Die Faserhülle steckt voller winziger Luftkammern. Luft ist sehr leicht, darum ist die große Kokosnuss leichter, als sie aussieht.

Jetzt drückt das Wasser von unten gegen die Kokosnuss. Die Kokosnuss drückt nach unten, aber nur sanft, weil ihre Faserhülle leicht ist. Das Wasser drückt stärker. Darum schwimmt die Kokosnuss oben wie ein kleines Boot.

Außen hat die Faserhülle eine glatte, feste Haut. Diese Haut lässt kein Wasser hinein. Die Luftkammern bleiben trocken, und die Kokosnuss schwimmt viele Tage lang.

Ein schwimmender Samen braucht aber noch etwas, das ihn bewegt. Im Meer gibt es Strömungen. Eine Strömung ist Wasser, das immer weiter in eine Richtung fließt. Die Strömung schiebt die Kokosnuss voran, wie eine sanfte Hand.

Die Strömung trägt die Kokosnuss an Felsen und Fischen vorbei. Tag für Tag schaukelt sie und treibt weit weg von ihrer Palme. Was glaubst du, wo die Kokosnuss anhält?

Endlich bringt die Strömung sie nah an einen neuen Strand, weit weg. Die Wellen rollen die Kokosnuss hinauf auf weichen, warmen Sand. Jetzt liegt der Samen an einem ganz neuen Ort.

Wasser kann einen Kokosnuss-Samen tragen, weil seine Faserhülle voller Luft ist. Darum schwimmt die Kokosnuss, und eine Strömung schiebt sie weit weg.

Im warmen Sand liegt die Kokosnuss still in ihrer Faserhülle. Kleine Wellen plätschern neben ihr. Hinter ihr glitzert das weite blaue Meer in der Sonne.

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