Warum weht der Wind einen Pappteller weg, aber keine Brotdose?
Stell dir dein Picknick an einem windigen Tag vor. Hör mal, wie der Pappteller neben deiner Brotdose raschelt. Warum weht der Wind einen Pappteller weg, aber keine Brotdose?
Schauen wir uns einen leeren Pappteller auf der Picknickdecke an. Daneben steht deine Brotdose, voll mit deinem Mittagessen. Derselbe Wind erreicht beide. Sie stehen dicht beieinander, direkt neben deinem Platz zum Essen.
Da kommt eine Windböe. Eine Windböe ist ein kurzer, kräftiger Windstoß. Wind ist Luft, die sich bewegt und Dinge anschiebt. Auch wenn du die Luft nicht sehen kannst, schiebt sie den Teller und die Brotdose daneben an.
Die Erde zieht Dinge zum Boden hin. Deshalb bleibt der Teller auf der Decke liegen. Auch deine Brotdose bleibt dadurch auf der Decke stehen. Die Erde zieht beide nach unten.
Die Windböe gelangt unter den hochgebogenen Rand des Papptellers. Die Luft drückt von unten gegen den Teller. Was passiert wohl, wenn die Luft stärker nach oben drückt, als die Erde nach unten zieht?
Der Teller hebt ab! Er ist leicht, deshalb zieht die Erde ihn nur schwach nach unten. Diese Windböe drückt ihn stärker nach oben.
Jetzt trägt die bewegte Luft den angehobenen Teller weiter. Der Wind schiebt ihn immer weiter von der Decke weg. Da fliegt der leere Teller über das Gras.
Deine volle Brotdose ist viel schwerer als der leere Teller. Die Erde zieht stärker an der schwereren Brotdose. Diese Windböe drückt nicht stärker nach oben, als die Erde die Brotdose nach unten zieht, deshalb bleibt die Brotdose auf der Decke. Um sie anzuheben, muss der Wind kräftiger schieben als beim Pappteller.
Windböe. Die Windböe hebt den leichten Teller an, doch die schwere Brotdose braucht einen stärkeren Schubs.
Bei deinem nächsten Picknick wünschen wir dir ein gemütliches Plätzchen und eine schöne kleine Entdeckung.









