Golden sand dunes glowing under a bright, hot midday sun.Golden sand dunes glowing under a bright, hot midday sun.
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Überleben, wo es hart ist · Folge 2 von 6

Warum kommen viele Wüstentiere nachts heraus?

Entdecke, warum sich viele Wüstentiere bei heißer Sonne in einem Bau verstecken und in der kühlen Nacht aufwachen. Du erfährst auch, was nachtaktiv bedeutet.

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Text zur Folge

Warum kommen viele Wüstentiere nachts heraus?

Bist du an einem sonnigen Tag schon einmal barfuß über Sand gelaufen? Autsch, der kann so heiß sein, dass du schnell weiterhüpfst! Stell dir jetzt eine ganze Landschaft aus solchem Sand vor, die sich weit in die Ferne erstreckt.

Diese Landschaft ist eine Wüste, und dort leben viele Tiere. Wenn du mittags dort wärst, würdest du aber kaum eines sehen. Warum warten so viele Wüstentiere bis zur Nacht, bevor sie herauskommen?

In der Wüste scheint die Sonne den ganzen Tag kräftig. Nur wenige Wolken verdecken sie, und nur wenige Bäume spenden Schatten. Deshalb heizt die Sonne den Sand so stark auf, dass sich kleine Pfoten daran verbrennen können.

Ein kleines Tier wird draußen in dieser Hitze schnell warm. Es findet keinen kühlen Platz zum Ausruhen, und sein Körper wird zu heiß. So fühlst du dich, wenn du an einem Sommertag kräftig gerannt bist. Wenn ein Tier zu lange so heiß bleibt, kann es sehr krank werden.

Die Hitze bringt noch ein zweites Problem mit sich: Wasser. Ein heißer Körper gibt Wasser ab, um sich abzukühlen, etwa wenn ein Hund mit heraushängender Zunge hechelt. In der Wüste regnet es selten, und Wasserpfützen sind schwer zu finden. Deshalb ist jeder verlorene Tropfen für ein Tier schwer zu ersetzen.

Deshalb verstecken sich viele Wüstentiere tagsüber in einem Bau: Das ist ein Loch, das sie unter der Erde graben. Dort bleibt die Erde kühl und ein wenig feucht, geschützt vor der glühenden Sonne. Die Tiere ruhen sich aus und warten. Was passiert wohl mit dem heißen Sand, wenn die Sonne untergeht?

Wenn die Sonne untergeht, gibt der Sand seine Wärme schnell ab. Am Wüstenhimmel sind fast keine Wolken, und Wolken halten Wärme zurück wie eine Decke. Ohne diese Decke entweicht die Wärme nach oben, und die Nachtluft wird kühl.

Jetzt kommen die Tiere aus ihren Verstecken. Solche Tiere nennen wir nachtaktiv: Sie sind nachts wach und unterwegs. In der kühlen Dunkelheit können nachtaktive Tiere laufen, jagen und Futter suchen, ohne zu heiß zu werden oder auszutrocknen.

Denk an eine kleine Kängururatte. Den ganzen Tag schläft sie in ihrem Bau, gemütlich und kühl. Sie ist nachtaktiv und hüpft nachts über den Sand, wobei sie sich Samen in die Backen stopft. Dann eilt sie zurück in ihren Bau, bevor die Sonne aufgeht.

Unsere beiden neuen Wörter sind Bau und nachtaktiv. Die heiße Wüstensonne würde kleine Tiere überhitzen und austrocknen, deshalb ruhen sie tagsüber in einem Bau und kommen als nachtaktive Tiere in der kühlen Nacht heraus.

Wenn du das nächste Mal den Mond aufgehen siehst, stell dir vor, wie die kleinen Wüstentiere darunter aufwachen, während du dich zum Schlafen einkuschelst.

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