Two children at a busy birthday party, one talking and the other watching closely.Two children at a busy birthday party, one talking and the other watching closely.
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Wenn unsere Sinne uns überraschen · Folge 1 von 3

Warum höre ich in einem lauten Raum besser, wenn ich auf die Lippen schaue?

Entdecke, wie deine Augen deinen Ohren auf einer lauten Geburtstagsfeier helfen. Wenn du auf den Mund deines Freundes schaust, verstehst du auch Wörter, die der Lärm überdeckt.

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Text zur Folge

Warum höre ich in einem lauten Raum besser, wenn ich auf die Lippen schaue?

Stell dir eine lebhafte Geburtstagsfeier vor. Musik läuft, Teller klappern, und alle reden und lachen durcheinander. Dein Freund beugt sich zu dir, um dir etwas zu sagen, und du schaust ihm ins Gesicht.

Wenn du auf den Mund deines Freundes schaust, verstehst du seine Wörter leichter. Das führt uns zu unserer Frage. Warum hörst du in einem lauten Raum besser, wenn du auf die Lippen schaust?

Die Laute aus der Stimme deines Freundes gelangen durch die Luft in deine Ohren. In einem lauten Raum kommen all die anderen Geräusche gleichzeitig in deinen Ohren an. Sie überdecken die leisen Teile seiner Wörter, sodass du nur einzelne Stücke hörst.

Bei vielen Lauten, die dein Freund spricht, kannst du eine bestimmte Mundform sehen. Am Anfang des Wortes Bär drückt er die Lippen zusammen. Am Anfang des Wortes Stuhl schiebt er die Lippen nach vorn und macht sie etwas rund. Das nennt man Lippenlesen: Du unterscheidest Laute, indem du auf die Bewegungen des Mundes schaust.

Jetzt kommt der spannende Teil. Der Lärm im Raum erreicht deine Ohren, kann aber nicht verdecken, was deine Augen sehen. Deine Ohren hören also einen Teil des Wortes, und deine Augen sehen die Mundform. Was macht dein Gehirn wohl mit diesen beiden Teilen?

Dein Gehirn setzt sie zusammen wie zwei Teile eines Puzzles. Stell dir vor, durch den Lärm klingen Bär und der für deine Ohren fast gleich. Beim Lippenlesen siehst du, dass dein Freund am Anfang die Lippen zusammendrückt; bei der blieben sie offen. Dein Gehirn wählt deshalb das Wort, das zu beiden Teilen passt, und du verstehst, dass dein Freund Bär gesagt hat.

Dein Gehirn macht das blitzschnell, bei einem Wort nach dem anderen. Durch das Lippenlesen verstehst du die Wörter deutlicher. Es ist fast so, als hätte jemand den Lärm leiser gedreht.

Unser Schlüsselwort ist Lippenlesen. In einem lauten Raum überdecken andere Geräusche Teile der Wörter deines Freundes, und beim Lippenlesen erkennen deine Augen die fehlenden Laute an seiner Mundform, sodass dein Gehirn sie ergänzen kann.

Lass beim nächsten Mal, wenn es im Raum laut wird, deine Augen und Ohren zusammenarbeiten und freu dich über jedes Wort, das deine Freunde zu dir sagen.

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Wenn unsere Sinne uns überraschen
Teil von „Wenn unsere Sinne uns überraschen“

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