Was hält einen Baum im Boden fest?
Hast du schon einmal deine Hände gegen einen Baumstamm gedrückt? Fühl mal, wie rau und hart die Rinde ist. Du drückst und drückst, und der Baum bewegt sich nicht.
Wenn der Wind weht, schaukeln die Äste und die Blätter rascheln. Trotzdem bleibt der große Baum an seinem Platz stehen. Was hält einen Baum also im Boden fest?
Die Antwort versteckt sich unter unseren Füßen. Ein Baum hat Wurzeln. Das sind die Teile des Baumes, die nach unten in den Boden wachsen. Wir sehen sie nicht, doch sie sind da, unter dem Stamm.
Die Wurzeln wachsen in Erde. Erde ist der dunkle, krümelige Boden, in dem Pflanzen wachsen. Die Wurzeln schieben sich in die Erde hinein. Nun umgibt die Erde sie von allen Seiten.
Die Wurzeln breiten sich unter dem Boden weit aus. Sie sehen aus wie die Finger einer riesigen Hand. Was unten breit ist, kippt nicht so leicht um. Genauso helfen die weit ausgebreiteten Wurzeln dem Baum, fest zu stehen.
Die großen Wurzeln verzweigen sich in kleinere Wurzeln. Auch diese verzweigen sich wieder. Die allerkleinsten Wurzeln sind so dünn wie Haare. Sie schlängeln sich zwischen die kleinen Erdkrümel und halten sich fest.
Erde ist schwer und drückt von allen Seiten gegen die Wurzeln. Die Wurzeln halten die Erde fest, und die Erde hält die Wurzeln fest. Was machen wohl die Wurzeln, wenn der Wind kräftig gegen den Stamm drückt?
Die Wurzeln halten sich an der Erde fest und ziehen dagegen. Der Wind drückt den Baum in eine Richtung. Die Wurzeln ziehen in die andere Richtung. Die Wurzeln ziehen stärker, deshalb bleibt der Baum stehen.
Wurzeln und Erde. Wurzeln breiten sich aus und halten die Erde fest, sodass der Baum stehen bleibt.
Wenn du das nächste Mal an einem hohen Baum vorbeigehst, kannst du seinen versteckten Wurzeln zuwinken, die sich unten in der Erde festhalten.









