A fluffy white cotton boll on a plant next to a soft T-shirt.A fluffy white cotton boll on a plant next to a soft T-shirt.
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Die Reise eines T-Shirts · Folge 2 von 4

Wie wird aus flauschiger Baumwolle ein T-Shirt?

Entdecke, wie ein flauschiger Baumwollbausch gekämmt, zu starkem Garn gedreht, zu dehnbarem Stoff gestrickt und zu dem T-Shirt genäht wird, das du trägst. Unterwegs lernst du die winzigen Fasern kennen, die alles zusammenhalten.

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Text zur Folge

Wie wird aus flauschiger Baumwolle ein T-Shirt?

Leg deine Hand auf dein T-Shirt und reib ganz sanft darüber. Es fühlt sich weich und glatt an, fast wie eine Wolke zum Anziehen. Und jetzt stell dir einen flauschigen weißen Baumwollbausch vor, so einen, wie er auf dem Feld an einer Pflanze wächst.

Dieser Bausch sieht überhaupt nicht wie ein T-Shirt aus. Er hat keine Ärmel und keinen Halsausschnitt, und wenn du daran ziehst, fällt er auseinander. Wie wird also aus flauschiger Baumwolle ein T-Shirt?

Zuerst schicken Arbeiter in einer Baumwollfabrik die flauschige Baumwolle durch eine Maschine mit Reihen winziger Zähne. Die Zähne packen die Baumwolle und ziehen sie von den Samen ab, die darin versteckt sind. Das ist wichtig, denn die Samen würden harte Klümpchen im T-Shirt machen. Heraus kommt saubere, weiche Baumwolle.

Wenn du ganz genau hinschaust, besteht diese Baumwolle aus Tausenden winziger Härchen. Man nennt sie Fasern, das sind dünne Fädchen, die am Baumwollsamen gewachsen sind. Jede Faser ist kürzer als dein Finger. Allein ist eine Faser viel zu schwach, um ein T-Shirt zusammenzuhalten.

Danach lassen Arbeiter in einer Spinnerei die Fasern zwischen großen Walzen mit Drahtkämmen hindurchlaufen. Die Kämme bürsten die Fasern, bis alle in dieselbe Richtung liegen, so wie wenn du verfilzte Haare ausbürstest. Gerade Fasern liegen schön nebeneinander, deshalb lassen sie sich später zu glattem, gleichmäßigem Garn drehen statt zu Klumpen. Heraus kommt die Baumwolle als weiches, lockeres Seil.

Arbeiter legen das weiche Seil in Spinnmaschinen ein, die es dünn ziehen und fest verdrehen. Durch das Verdrehen halten sich die Fasern gegenseitig fest, und der lange Garnfaden wird stark. Was meinst du, was als Nächstes mit dem ganzen Garn passiert?

Die Arbeiter geben das Garn in große, runde Strickmaschinen. Hunderte winziger Nadeln ziehen das Garn Reihe für Reihe in Schlaufen durch sich selbst, fast wie beim Stricken mit der Hand, nur viel schneller. Aus den Schlaufen wird ein weicher, dehnbarer Stoff, und weil er sich so dehnt, kannst du dein T-Shirt ganz leicht über den Kopf ziehen.

Danach legt eine Zuschneiderin viele Lagen Stoff flach auf einen langen Tisch. Sie folgt einem Schnittmuster aus Papier und schneidet ein Vorderteil, ein Rückenteil und zwei Ärmel aus. Jedes Teil hat genau dieselbe Form, deshalb wird jedes T-Shirt gleich groß.

Dann nähen Näherinnen und Näher die Teile an ihren Nähmaschinen zusammen. Sie verbinden das Vorderteil mit dem Rückenteil, setzen die Ärmel an und nähen um den Hals ein dehnbares Bündchen. Auch ihre Stiche dehnen sich mit, damit das T-Shirt nicht aufreißt, wenn du dich bewegst.

Aus flauschiger Baumwolle wird also ein T-Shirt, weil Menschen ihre Fasern gerade kämmen, die Fasern zu starkem Garn drehen, das Garn zu dehnbarem Stoff stricken und diesen Stoff dann zu einem T-Shirt zuschneiden und nähen.

Und all die winzigen Fasern, jede kürzer als dein Finger, halten sich genau jetzt aneinander fest, in dem weichen T-Shirt, das du anhast.

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