Warum wechselt der Schneehase sein Fell?
Hast du schon einmal eine flauschige Katze oder einen Hund gestreichelt? Spür mal, wie weich und warm das Fell unter deiner Hand ist. Hoch oben auf verschneiten Bergen lebt ein Hase mit genauso weichem Fell.
Dieser Schneehase hat im Sommer ein braunes Fell. Im Winter wird sein Fell schneeweiß. Warum wechselt der Schneehase eigentlich sein Fell?
Im Sommer ist der Berg mit brauner Erde, grauen Steinen und trockenem Gras bedeckt. Das braune Fell des Hasen sieht genauso aus. So kann sich der Hase tarnen. Das heißt, er sieht aus wie die Dinge um ihn herum.
Sich tarnen ist wichtig, denn hungrige Tiere jagen den Hasen. Ein Fuchs schnuppert am Boden entlang, und ein Adler schaut vom Himmel herab. Sitzt der Hase still zwischen den braunen Steinen, sehen sie einfach an ihm vorbei.
Dann kommt der Herbst, und die Tage werden kurz und kühl. Bald ist der ganze Berg von weißem Schnee bedeckt. Ein brauner Hase im weißen Schnee würde auffallen, wie ein Krümel auf einem sauberen weißen Teller.
Darum fällt das braune Fell des Hasen aus, nach und nach. An seiner Stelle wächst dichtes weißes Fell. Wenn der Schnee kommt, kann sich der Hase im Schnee tarnen.
Den ganzen Winter duckt sich der weiße Hase in den Schnee. Der Fuchs trabt vorbei und sieht nur Weiß. Wenn im Frühling der Schnee schmilzt, wie sieht dann ein weißer Hase auf dem braunen Boden aus?
Ein weißer Hase würde auffallen, und ein Fuchs könnte ihn leicht entdecken. Darum fällt das weiße Fell aus, und braunes Fell wächst nach. Jetzt kann sich der Hase wieder auf dem braunen Boden tarnen. Jedes Jahr richtet sich sein Fell nach den Farben des Berges.
Wenn der Berg weiß oder braun wird, wächst dem Hasen passendes neues Fell. So kann er sich tarnen, und hungrige Füchse entdecken ihn nicht.
Hoch oben auf dem Berg glitzert frischer Schnee in der Morgensonne. Irgendwo in all dem Weiß sitzt ein weicher weißer Hase, ganz leise und still.









