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Das Sonnensystem in Bewegung · Folge 0 von 3

Warum hängen die Jahreszeiten der Erde von ihrer Neigung ab?

Die Erde zieht um die Sonne und behält dabei ihre Neigung bei. So verändert sich, wie das Sonnenlicht auf die Erde fällt und wie lange die Tage dauern.

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Warum hängen die Jahreszeiten der Erde von ihrer Neigung ab?

An einem Sommerabend ist es manchmal noch hell, wenn du deinen Schlafanzug anziehst. Im Winter wird es oft viel früher dunkel. Warum hängen die Jahreszeiten der Erde von ihrer Neigung ab?

Die Neigung bedeutet, dass die Erde ein wenig schief steht. Sie dreht sich um eine gedachte Linie, die durch den Nordpol und den Südpol führt. Im Vergleich zu ihrem Weg um die Sonne steht diese Linie schräg.

Die Erde zieht auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Umlaufbahn heißt der Weg, dem sie dabei folgt. Für eine Runde braucht die Erde ein Jahr, und die Anziehungskraft der Sonne hält sie auf diesem Weg.

Während der ganzen Reise zeigt die Neigung der Erde fast immer in dieselbe Richtung im Weltraum. An einer Stelle der Umlaufbahn neigt sich die Nordhälfte zur Sonne hin. Ein halbes Jahr später neigt sie sich von der Sonne weg.

Schauen wir auf einen Ort in der Nordhälfte. Wenn sich diese Hälfte zur Sonne neigt, trifft das Sonnenlicht, also das Licht der Sonne, gerader auf den Boden. Es verteilt sich auf eine kleinere Fläche und wärmt sie stärker.

Was meinst du: Wenn sich deine Hälfte der Erde zur Sonne neigt, bleibt die Sonne dann mehr oder weniger Stunden über dem Horizont? Die Neigung verändert nämlich nicht nur, wie das Licht auf den Boden fällt.

Die Sonne bleibt mehr Stunden über dem Horizont. Während sich die Erde dreht, verbringt dein Ort jeden Tag mehr Zeit im Sonnenlicht. So kann sich der Boden länger erwärmen, und zusammen mit dem geraderen Sonnenlicht bringt das den Sommer.

Eine halbe Runde auf der Umlaufbahn später neigt sich deine Hälfte von der Sonne weg. Das Sonnenlicht trifft nun schräger auf den Boden und verteilt seine Wärme auf eine größere Fläche. Die Tage sind kürzer, also hat der Boden weniger Zeit, warm zu werden: Es ist Winter.

Wenn sich die Nordhälfte von der Sonne wegneigt, neigt sich die Südhälfte zu ihr hin. Dort trifft das Sonnenlicht gerader auf den Boden, und die Tage sind länger. Deshalb ist auf der Südhälfte Sommer, während auf der Nordhälfte Winter ist.

Auf dem Weg zwischen Sommer und Winter neigt sich keine der beiden Hälften stark zur Sonne hin. Das Sonnenlicht fällt nach und nach anders ein, und die Tage werden länger oder kürzer: So kommen Frühling und Herbst. Auch der Abstand der Erde zur Sonne ändert sich ein wenig, aber er verursacht nicht diese gegensätzlichen Jahreszeiten.

Das ist die Kette: Neigung, Umlaufbahn, Winkel des Sonnenlichts, Stunden mit Tageslicht, Jahreszeiten. Die Jahreszeiten hängen von der Neigung der Erde ab, weil sie auf ihrer Umlaufbahn verändert, wie gerade das Sonnenlicht jede Hälfte trifft und wie lange die Sonne sie jeden Tag wärmt.

Während du es dir heute Abend gemütlich machst, trägt dich die Erde sanft durch die Jahreszeiten.

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