A hand in front of a glowing lamp casts a dark shadow on a bedroom wall.A hand in front of a glowing lamp casts a dark shadow on a bedroom wall.
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Das Sonnensystem in Bewegung · Folge 2 von 3

Warum gibt es Sonnen- und Mondfinsternisse?

Entdecke, wie Mond und Erde abwechselnd das Sonnenlicht verdecken und riesige Schatten im Weltall werfen. Du lernst das Wort Umlaufbahn und erfährst, warum der Himmel tagsüber dunkel werden und der Mond rot leuchten kann.

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Text zur Folge

Warum gibt es Sonnen- und Mondfinsternisse?

Hast du schon einmal deine Hand vor eine Lampe gehalten und ihren dunklen Schatten an der Wand beobachtet? Deine Hand hält das Licht auf, sodass es diese Stelle nicht erreicht. An einigen besonderen Tagen wird der Himmel mitten am Tag dunkel. Und in einigen besonderen Nächten färbt sich der Vollmond sanft kupferrot.

Solche Momente nennen wir Finsternisse. Warum versteckt sich die Sonne am Tag, und warum wird der Mond nachts dunkel? Anders gefragt: Warum gibt es Sonnen- und Mondfinsternisse?

Die Sonne erzeugt ihr eigenes Licht und strahlt es in alle Richtungen aus. Der Mond erzeugt überhaupt kein Licht. Er leuchtet nachts, weil Sonnenlicht auf ihn trifft und von dort zu unseren Augen zurückgeworfen wird.

Der Mond bewegt sich auf einer Umlaufbahn um die Erde. Eine Umlaufbahn ist ein Weg, der immer wieder um etwas herumführt. Für eine Runde auf seiner Umlaufbahn braucht der Mond etwa einen Monat.

An einigen Tagen führt die Umlaufbahn den Mond genau zwischen Sonne und Erde, alle auf einer geraden Linie. Dann verdeckt der Mond das Sonnenlicht wie deine Hand das Lampenlicht, und sein Schatten fällt auf die Erde. Dort, wo dieser Schatten landet, wird der Himmel am Tag dunkel. Die Umlaufbahn ist etwas geneigt, deshalb stehen die drei nur wenige Male im Jahr genau auf einer Linie.

Der Mond ist viel kleiner als die Sonne. Doch die Sonne ist so weit weg, dass sie an unserem Himmel ungefähr so groß aussieht wie der Mond. Deshalb kann der Mond sie für ein paar Minuten verdecken. Was passiert wohl, wenn der Mond auf die andere Seite der Erde wandert und die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht?

Diesmal hält die Erde das Sonnenlicht auf und wirft einen riesigen Schatten ins Weltall. Der Vollmond gleitet in diesen Schatten. Deshalb erreicht ihn das Sonnenlicht nicht mehr, das ihn vorher zum Leuchten gebracht hat. Nach und nach wird der helle Mond dunkler.

Doch der Mond verschwindet nicht. Die Luft rund um die Erde lenkt ein wenig rotes Sonnenlicht in den Schatten. Es ist dasselbe Rot, das du beim Sonnenuntergang siehst. Dieses rote Licht trifft auf den Mond und lässt ihn sanft kupferrot leuchten.

Merken wir uns ein Wort: Umlaufbahn. Die Umlaufbahn führt den Mond um die Erde, und wenn Mond, Erde und Sonne genau auf einer Linie stehen, hält entweder der Mond das Sonnenlicht von der Erde fern oder die Erde das Sonnenlicht vom Mond.

Wenn deine Hand das nächste Mal einen Schatten im Lampenlicht wirft, kannst du lächeln und daran denken, dass auch Mond und Erde Schatten werfen, weit draußen im Weltall.

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