

Alle zusammen zum Mondlicht-See
Filu, Tessa, Bessa und Lennu wandern in einer warmen Mondnacht zu einem See, der golden schimmert.
- 1Filus großer Plan2:47
- 2Bessa und Lennu kommen mit2:42
- 3Über Wurzeln und Steine2:51
- 4Ein Lied im Mondlicht2:37
- 5Der goldene See3:13
Es war ein warmer Abend im Wald. Die Sonne war schon schlafen gegangen, und über den Baumwipfeln hing der runde, helle Mond. Alles war still und weich.
In seinem kleinen Bau saß Filu, der Fuchs. Seine Ohren zuckten. Sein Schwanz wippte hin und her. Filu hatte etwas Wunderbares gehört… ein großes, leuchtendes Geheimnis.
„Es gibt einen See", hatte die alte Eule gesagt, „einen See tief im Wald. Und wenn der Mond über ihm steht, dann glänzt das Wasser ganz golden."
Ein goldener See! Filu sprang auf. Seine Augen leuchteten. So etwas musste er sehen — aber nicht allein. So eine Reise machte man am liebsten mit Freunden.
Schnell huschte Filu nach draußen. Das Gras war kühl unter seinen Pfoten, und die Sterne blinkten ihm zu. „Ich hole Tessa", sagte er leise, „und Bessa, und Lennu. Wir gehen alle zusammen!"
Zuerst lief er zur kleinen Lichtung, wo Tessa, das Reh, wohnte. Tessa hatte lange, dünne Beine und große, sanfte Augen. Gerade knabberte sie an einem süßen Blatt.
„Tessa, Tessa!", rief Filu. „Komm mit! Es gibt einen See, der im Mondlicht golden glänzt. Möchtest du ihn sehen?"
Tessa hob den Kopf. Ihre Ohren stellten sich auf. „Ein goldener See?", sagte sie weich. „Oh ja, das möchte ich. Aber… ich gehe nicht gern allein durch den dunklen Wald."
„Du bist doch nicht allein", sagte Filu warm. „Ich bin bei dir. Und wir holen noch Bessa und Lennu. Zusammen ist der Wald gar nicht dunkel — zusammen ist er nur gemütlich."
Da lächelte Tessa. Sie stand auf ihren langen Beinen auf und tippte mit der Nase an Filus Schulter. „Dann komme ich gern mit. Mit dir habe ich keine Angst."
Nun waren sie schon zu zweit. Filu vorne, Tessa hinterher, immer dem schmalen Pfad entlang. Der Mond schien ihnen sanft auf den Rücken und malte zwei lange Schatten ins weiche Gras.
Über ihnen rauschten die Blätter ganz leise, als würden die Bäume flüstern: Geht nur, geht nur… der See wartet auf euch.
„Als Nächstes", sagte Filu fröhlich, „besuchen wir Bessa. Sie wohnt unter dem großen Apfelbaum. Komm, Tessa — der Weg wird immer schöner!"
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