A toy car and its remote control on a rug, with the small red dot of the planet Mars in the night sky outside the windowA toy car and its remote control on a rug, with the small red dot of the planet Mars in the night sky outside the window
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Navigation im All · Folge 1 von 2

Warum können wir einen Marsrover nicht wie ein Spielzeugauto fahren?

Entdecke, warum Menschen auf der Erde einen Marsrover nicht so lenken können wie du dein Spielzeugauto. Und erfahre, wie die lange Reise einer Nachricht durch den Weltraum dafür sorgt, dass der Rover langsam und vorsichtig ganz allein fährt.

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Text zur Folge

Warum können wir einen Marsrover nicht wie ein Spielzeugauto fahren?

Denk an ein ferngesteuertes Spielzeugauto. Du drückst auf einen Knopf, hörst ein leises Klicken, und sofort biegt das Auto ab. Weit weg auf dem Mars rollt ein Roboterauto über roten Staub und Steine, und dieses Roboterauto heißt Rover.

Menschen auf der Erde fahren diesen Rover. Warum können sie ihn dann nicht wie dein Spielzeugauto lenken, einfach Knöpfe drücken und zusehen, wie er herumflitzt? Lass es uns gemeinsam herausfinden.

Der Mars ist weit, weit weg von der Erde, viel weiter als der Mond. Selbst wenn er uns am nächsten ist, liegt er mehr als fünfzig Millionen Kilometer entfernt. Dein Spielzeugauto steht nur ein paar Schritte von deiner Hand weg, deshalb kommt dein Knopfdruck sofort bei ihm an.

Damit der Rover weiß, was er tun soll, schicken die Roverfahrer auf der Erde ein Signal, also eine Nachricht, die per Funk durch den Weltraum reist. Ein Signal ist der schnellste Bote, den es gibt. Trotzdem ist der Weltraum so riesig, dass sogar ein Signal Zeit braucht, um ihn zu durchqueren.

Dieses Warten nennen wir Verzögerung, das ist die Zeit, die eine Nachricht unterwegs ist. Ein Signal von der Erde braucht zwischen drei und zweiundzwanzig Minuten bis zum Mars, je nachdem, wie weit der Mars gerade weg ist. In dieser Zeit kannst du eine ganze Schüssel Müsli aufessen.

Die Bilder vom Rover haben auf dem Rückweg zur Erde dieselbe lange Verzögerung. Darum sehen die Fahrer immer, wo der Rover vor vielen Minuten war, und nicht, wo er jetzt ist. Stell dir vor, der Rover saust auf einen großen Felsen zu. Was glaubst du, passiert, bevor die Fahrer ihn anhalten können?

Bis die Fahrer den Felsen sehen und ihr Stoppsignal durch den Weltraum gereist ist, wäre der Rover schon dagegengestoßen. Und auf dem Mars kann niemand hingehen und einen umgekippten Rover wieder auf seine Räder stellen.

Deshalb planen die Fahrer jede Fahrt im Voraus. Sie schauen sich die Bilder vom Rover genau an, suchen einen sicheren Weg zwischen den Felsen aus und schicken den ganzen Plan in einem einzigen Signal.

Dann folgt der Rover dem Plan ganz allein. Er rollt langsam und vorsichtig, damit seine Kameras Zeit haben, einen Felsen zu entdecken, der zu groß zum Überfahren ist, und er sicher anhalten kann. So muss er nicht vor jeder kleinen Bewegung eine lange Verzögerung abwarten.

Signal. Verzögerung. Der Mars ist so weit weg, dass jedes Signal eine lange Verzögerung hat, darum planen die Fahrer voraus, und der Rover fährt langsam von selbst, statt wie ein Spielzeugauto herumzuflitzen.

Wenn du das nächste Mal dein Spielzeugauto steuerst, kannst du lächeln und an den geduldigen Rover weit weg denken, der sanft über den roten Staub rollt.

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Woher wissen wir, wo eine weit entfernte Raumsonde ist? 3:46
Warum können wir einen Marsrover nicht wie ein Spielzeugauto fahren? 3:16
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