Snow melted on sunny grass, with a small pile of snow left in the shade of a wall.Snow melted on sunny grass, with a small pile of snow left in the shade of a wall.
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Was braucht eine Mondbasis? · Folge 0 von 3

Kann es in den dunklen Kratern auf dem Mond Eis geben?

Entdecke, warum es am Boden mancher Krater ganz oben und ganz unten am Mond immer dunkel und eisig kalt bleibt. Dort kann sich Eis verstecken.

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Text zur Folge

Kann es in den dunklen Kratern auf dem Mond Eis geben?

Denk an einen verschneiten Tag, an dem die Sonne herauskommt. Auf dem sonnigen Rasen schmilzt der Schnee zuerst. Ein kleiner Schneehaufen im Schatten einer Mauer bleibt aber viel länger weiß und kalt. Kannst du dir vorstellen, deinen Fäustling in diesen eisigen Schnee zu drücken?

Auch auf dem Mond gibt es schattige Stellen, tief in seinen Kratern. Das sind große, runde Vertiefungen im Boden, die wie Schüsseln aussehen. Manche dieser Krater sehen auf Bildern pechschwarz aus. Da fragen wir uns: Kann es in den dunklen Kratern auf dem Mond Eis geben?

Die Antwort beginnt an den Polen des Mondes, seinen beiden Enden ganz oben und ganz unten. Das Sonnenlicht trifft den runden Mond von der Seite und streift an den Polen flach über den Boden. Der Mond steht beim Drehen kaum schräg, deshalb steigt die Sonne dort nie hoch. Sie bleibt immer dicht über dem Boden, wie unsere Sonne am späten Abend.

Eine tief stehende Sonne wirft lange Schatten, so wie dein eigener Schatten am Abend ganz lang wird. Jeder Krater hat einen Kraterrand, eine hohe Felswand rings um seine Vertiefung. An den Polen versperrt der Kraterrand dem flach einfallenden Sonnenlicht den Weg. So streicht das Licht oben darüber hinweg und erreicht den Kraterboden nicht.

Deshalb bleiben die Böden dieser Krater Tag und Nacht im Schatten, Jahr für Jahr. Der Mond dreht sich weiter, doch die Sonne schaut nie über den Kraterrand. Was glaubst du: Was passiert mit einem Ort, den kein einziger Sonnenstrahl erreicht?

Dort wird es kalt, kälter als in jedem Gefrierschrank und kälter als in der kältesten Nacht auf der Erde. Das Sonnenlicht wärmt den Mondboden, doch diese Kraterböden bekommen nichts davon ab. Weil nichts sie wärmt, bleiben sie die ganze Zeit eiskalt.

An einem so kalten Ort kann Eis weder schmelzen noch nach und nach verschwinden. Erinnerst du dich an den Schneehaufen im Schatten? An den Polen des Mondes hört der Schatten nie auf. Deshalb kann Eis im kalten, grauen Staub am Kraterboden für eine unglaublich lange Zeit verborgen bleiben.

Forscherinnen und Forscher wollten wissen, ob dort wirklich Eis liegt. Sie schickten Raumsonden los, die den Mond umkreisen und in die dunklen Krater schauen. Sie ließen sogar ein Raketenteil in einen schattigen Krater stürzen, um zu sehen, was dabei aufwirbelt. In dieser Staubwolke fanden sie Hinweise auf Wassereis.

Pole und Kraterrand. Ja, dort kann es Eis geben: An den Polen des Mondes steht die Sonne so tief, dass die Kraterränder die Böden für immer im Schatten halten und es dort kalt genug bleibt, damit Eis gefroren bleibt.

Wenn du das nächste Mal Schnee in einer schattigen Ecke entdeckst, kannst du lächeln und an das Eis denken, das sich in den dunkelsten Kratern des Mondes versteckt.

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